Alfred Biolek – Deutschlands ältester Fernsehkoch und Moderator

 

Vielen ist Alfred Biolek durch seine Kochsendung „Alfredissimo“, in der er mit promineten Stars zusammen kocht, bekannt. In den 90er Jahren war es aber vor allem die Talksendung „Boulevard Bio“, in der sich Alfred diverse Gäste einlud und über „Gott und die Welt“ diskutierte, die ihm den Ruf eines angesehenen und seriösen Moderators einbrachte.

Doch angefangen hat alles nach dem Zweiten Weltkrieg, als die Familie 1946 aus dem sogenannten Sudentenland, heute Tschechien vertrieben wurde. Sie finden Zuflucht ein Waiblingen bei Stuttgart. Zu dieser Zeit arbeitet der Vater als Rechtsanwalt und Alfred besucht das Gymnasium. Er genießt eine katholische Erziehung und wird sogar Messdiener. Nach dem Abitur beginnt er sein Jurastudium in Freiburg/Breisgau, wechselt aber nach kurzer Zeit nach München und Wien. Das Studium kann er erfolgreich abschließen.

Zum Fernsehen kam er als Assessor im Justitiariat des ZDF’s. Er sollte aber bald in den redaktionellen Bereich des Fernsehsenders überwechseln und so kam es, das Alfred lieber das aktuelle Sportstudio moderierte als Paragrafen zu wälzen. 1970 wechselte er dann zur Bavaria, wo er ab 1974 die Sendung „Am laufenden Band“ mit Rudi Carrell als Moderator produzierte. Zusammen mit dem Journalisten Dieter Thoma startet Biolek 1975 für den WDR in Köln die Talkshow Kölner Treff, bis er 1978 die Moderation seiner ersten eigenen Show unter dem Titel „Bios Bahnhof“ übernahm. Es folgten ab 1980 die Sendung „Show Bühne“ und die Spielshow „Mensch Meier“.

 

Auch außerhalb des Fernsehgeschäfts konnte sich Alfred Biolek erfolgreich etablieren. Seine Firma „Pro GmbH“ ist mit 25 Prozent am Kölner Restaurant „Alter Wartesaal“ beteiligt, in dem von 1991 bis 2003 auch die wöchentliche Talkshow „Boulevard Bio“ gedreht wurde. Seit Dezember 1994 ist er nun passionierter Fernsehkoch. Seine Firma Pro GmbH betreut auch Künstler wie Dirk Bach oder Ralph Morgenstern und Sendungen wie „Kaffeeklatsch“, „Blond am Freitag“ oder „Menschen bei Maischberger wurden von dem Unternehmen entwickelt und produziert.

Es ist mittlerweile bekannt, dass Alfred Bioleks sexuelle Orientierung sich auf Männer ausrichtet. Doch leider war sein Outing nicht freiwillig. Neben zahlreichen anderen prominenten Persönlichkeiten wurde er vom Filmemacher Rosa von Praunheim mit den Worten "Hape Kerkeling ist stockschwul, Alfred Biolek auch" verraten. Danach bekannte er sich in der Regenbogenpresse zu seinem langjährigen Lebensgefährten.

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