Boris Becker – Die deutsche Tennislegende

 

Kein deutscher Tennisspieler war jemals so erfolgreich und bekannt wie das Tennisass Boris Becker. Insgesamt gewann er während seiner Laufbahn 49 Turniere im Einzel und bestritt 15 Siege im Doppel. Seine sportliche Aktivität begann bereits im Alter von 6 Jahren, und 1973 trat er dem Tennis-Club Blau-Weiß Leimen bei. Dort spielte er zuerst in der Jugendgruppe, bis er 1977 in das Jugendkader des Badischen Tennisbundes aufgenommen wurde. Ein Jahr später gehörte er bereits zur deutschen Jugendauswahlmannschaft des DTB.

Seinen großen Durchbruch und den Eintritt in die internationale Tennisliga der Herren kann Boris Becker durch seinen berühmten Wimbledonsieg gegen Kevin Curren erzielen. In vier Sätzen bezwang er mit seinen 17 Jahren seinen Gegner und ging damit als jüngster Grand-Slam Turniersieger in die Geschichte ein. Mit seinem Sieg löste Becker eine regelrechte Tenniswelle in Deutschland aus und Tennis wurde nach Fußball zum größten Zuschauersport in deutschen Wohnzimmern. Auch Boris Beckers Trainer Günther Bosch und sein Manager Ion Tiriac, der bis 1993 für Becker arbeitete, genossen ebenfalls das Interesse der Öffentlichkeit.

In den Jahren 1986 und 1989 kann Becker durch eine Siege über Ivan Lendl und Stefan Edberg seinen Triumph in Wimbledon wiederholen. Boris Becker war allerdings nicht nur auf englischem Rasen erfolgreich. 1988 gewann er erstmals unter Führung des deutschen Tennisteams den Davis-Cup und auch im darauffolgenden Jahr konnte dieser Titel erfolgreich verteidigt werden. 1989 traf Boris Becker ein weiteres mal im Finale eines Grand-Slam Turniers auf Ivan Lendl. Er gehörte zu den Gegnern, gegen die Becker immer Mühe hatte sich durchzusetzen. Das US Open von 1989 konnte er allerdings für sich bestreiten. Mit einem Turniersieg bei den Australien Open übernahm er zum ersten Mal die Führung in der Weltrangliste, die er für 12 Wochen halten konnte. 1992 gewann Becker im Doppel zusammen mit Michael Stich olympisches Gold und sollte 1996 bei den Australien Open erneut siegen. Im Jahre 1999 beendete Boris Becker seine Tenniskarriere und zog sich aus dem Profisport zurück.

Das Privatleben von Boris Becker wurde zahlreich in den buntesten Ausschmückungen in der Regenbogenpresse abgedruckt. Nicht nur die gescheiterte Ehe mit der Schauspielerin und Designerin Barbara Feltus, die er am 17.Dezember 1993 heiratete und aus der zwei Söhne hervorgehen, war darin zu lesen. Auch das Ergebnis des Vaterschaftstest, dass als „Samenraub“ bezeichnet wurde, fand ausreichend Platz in der Zeitung mit den vier großen Buchstaben. Boris Becker ist somit auch der Vater von Anna Ermakova, seiner Tochter, die er angeblich mit dem Model Angela Ermakova in der Besenkammer eines Hotels zeugte.

Boris Becker hatte schon immer ein Faible für dunkle Schönheiten. Nicht nur seine Frau Barbara, die sich 2001 von ihm scheiden ließ und seither mit den Söhnen in Florida lebt, auch die Sängerin Sabrina Setlur oder die französische Tänzerin Caroline Rocher gehörten zu Beckers Liasonbekanntschaften. Aber auch Boris selbst deckte 2003 in dem Buch „Augenblick, verweile doch“ seine Lebensgeschichte auf. Doch auch nach diesem Buch nahm das öffentliche Interesse an Beckers Persönlichkeit nicht ab. Bis heute ist der Ex-Tennis Star mit seinem Privatleben in der Presse vertreten.



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