Herbert Grönemeyer - Wann ist ein Mann ein Mensch

 

Mit dem Song „Männer“ aus dem Jahre 1984 erzielte Herbert Grönemeyer, der am 12.April 1996 in Göttingen geboren wurde, seinen musikalischen Durchbruch. Das Erfolgsalbum „4630 Bochum“ hielt sich damals für mehrere Wochen in den deutschen Albumcharts und Hitparaden. Lieder wie „Alkohol“ oder „Flugzeuge im Bauch“ zählen heute zu den Klassikern der deutschen Pop-Rock-Musik. Doch Herbert war auch im Fernsehen zu sehen. In der Rolle des Leutnant Werner spielte er in Wolfgang Petersens Film „Das Boot“ an der Seite von Jürgen Prochnow, Klaus Wennemann, Martin Semmelroge, Heinz Hoenig und Uwe Ochsenknecht.

Mit seinem zweiten Album „Sprünge“, das 1986 erschien, konnte Grönemeyer den Erfolg des ersten Longplayers weiter ausdehnen und bezog auch in seinen Liedern als unbequemer Helmut Kohl Kritiker politische Stellung. Er wurde auch zum Anti-WAAhnsinns-Festival in Wackersdorf eingeladen. Das Konzert wurde von der damaligen Anti-Atom Bewegung Deutschlands organisiert und Grönemeyer spielte zum ersten mal in seinem Leben vor über 100.000 Zuschauern.

Der Bekanntheitsgrad des Deutschrock-Musikers stieg kontinuierlich und ausverkaufte Tourneen quer durchs Land folgten. Nach dem Fall der Berliner Mauer erschien sein Album „Luxus“, das Grönemeyer einen weiteren musikalischen Erfolg einbrachte. Auch privates Glück ereilte ihn und so heiratete er am 20. Januar 1993 seine Lebensgefährtin Anna Henkel, mit der er bereits zwei Kinder hatte. Auch das Album Chaos, das im gleichen Jahr erschien, war ein weiterer Erfolg in seiner musikalischen Laufbahn. Auf der anschließenden Tournee besuchten an die 600.000 Menschen seine Konzerte. Er war auch der erste deutschsprachige Künstler, der 1994 vom Musiksender MTV zu einem „Unplugged-Konzert“ eingeladen wurde.

1998 zog es ihn zusammen mit seiner Familie nach London. Dort hat er ein eigenes Studio in den Mayfair Studios, wo er weiterhin deutschsprachig produziert. Doch noch im gleichen Jahr sollen zwei schwere Schicksalsschläge den erfolgreichen Musiker und Produzenten ereilen. Am dritten November verstirbt sein Bruder Wilhelm. Zwei Tage später erliegt auch seine Frau Anna ihrem Krebsleiden. Herbert Grönemeyer kann erst nach einem Jahr Trauer seine künstlerische Arbeit wieder aufnehmen.

Erst im August 2002 erscheint das bisher erfolgreichste und zugleich emotionalste Album des Ausnahmemusikers. Es schließt damit die Triologie aus den Alben „Chaos“ und „Bleibt alles anders“ ab. Mittlerweile hat Grönemeyer auch seine eigene Plattenfirma unter dem Namen „Grönland Records“ gegründet. Mit „Mensch“ konnte er seine bisher persönlich erstellten Rekorde brechen. Das Album war über mehrere Wochen auf Platz 1 der deutschen Albumcharts vertreten und auf der anschließenden Tour, die aufgrund der ausverkauften Konzerthallen verlängert wurde, besuchten über 1,5 Millionen Menschen seine Konzerte und lauschten seiner Musik.

Anlässlich der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland meldete sich Herbert Grönemeyer musikalisch zurück. Die Single „Zeit, dass sich was dreht“ erschien am 7. April 2006 und war die offizielle WM-Hymne. Er wurde gleichermaßen von Fussball- und Musikfans gefeiert. Eine Anerkennung, die er sich seit nun mehr über 20 Jahren Bühnenpräsenz wahrlich verdient hat.

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