Oliver Kalkofe – Der Entertainer mit der Mattscheibe

 

Vielen Fernsehzuschauern ist Oliver Kalkofe durch seine Satire-Show „Mattscheibe“, die auf ProSieben läuft, bekannt. 1996 bekam er dafür auch den Adolf-Grimme-Preis. Seine Medienkarriere begann er allerdings als Radiomoderator. Er wurde am 12. September 1965 in Hannover geboren und wuchs in Langenhagen-Engelbostel und Peine auf. Nach dem Abitur absolvierte er 1984 eine Ausbildung zum Fremdsprachenkorrespondenten und Wirtschaftsdolmetscher für die Sprachen Englisch und Französisch. Danach wusste Kalkofen aber nicht so richtig, was er werden sollte und schrieb sich für ein Studium in den Fächern Publizistik, Anglistik und Germanistik an der Universität Münster ein.

Beim Radiosender ffn entdeckte er seine satirische Ader und schuf in der Comedysendung „Frühstyxradio“ diverse Charaktere. Den Durchbruch im Fernsehen erzielte er mit seiner Show „Mattscheibe“, die zuerst auf Premiere lief, zuvor aber schon beim Radiosender ffn zu hören war. Der Inhalt dieser Sendung befasste sich hauptsächlich mit einer der Satire geneigten Medienkritik, die aber auch mit teilweise liebevollen bis hin zu leicht bösartigen Ausschnitten aus Fernsehsendungen ihre Zuschauer begeisterte. So verklagte der Sänger Klaus Baumgart aus dem Unterhaltungsduo Klaus und Klaus Oliver Kalkofe, weil der ihn in einer Sendung als „Freund Speckbulette“ bezeichnet hatte. Das Landgericht Oldenburg wieß die Klage allerdings zurück.

1996 wird die Sendung auf Eis gelegt, aber seit 2003 ist sie wieder auf Pro7 zu sehen. Seine Auftritte zusammen mit Schlagermoderator Achim Mentzel erlangen im deutschen Fernsehen schon Kultstatus. Mentzel, der zunächst auch auf Kalkofens Opferliste ganz oben stand, zahlte es ihm auf humorvolle Art und Weise heim und wurde daraufhin in die Sendung eingeladen. Inzwischen sind die beiden auch privat gute Freunde geworden und Mentzel bekam 2004 sogar eine kleine Rolle in „Der Wixxer“. Seine Kolumne „Kalkofes letzte Worte“ erscheint seit 1995 vierzehntägig in der Fernsehzeitschrift TV Spielfilm und für das Magazin „Cinema“ schreibt er monatlich eine Filmkritik.


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