Thomas Gottschalk ist in der Medienwelt nicht nur für seine Moderationskünste bekannt, besonders die frechen und teilweise auch ungewöhnlichen Outfits mit denen Thomas Gottschalk vor allem in den 90er Jahren die große ZDF-Abendshow „Wetten Dass ...?“ moderierte, sind bis heute in den Köpfen der deutschen Fernsehzuschauer hängen geblieben. Der Mut zur Extravaganz und Besonderheit gehören zu Thomas Gottschalks Markenzeichen. Er gehört zu den erfolgreichsten Moderatoren im deutschen Fernsehen. Doch wie begann alles. Dazu muss man einige Jahre zurück gehen.
Thomas wurde am 18.Mai 1950 in Bamberg/Bayern geboren. Er machte 1971 sein Abitur und bekam ein Stipendium von der deutschen Bischofskonferenz, das es ihm ermöglichte, sein Studium in Germanistik in München aufzunehmen. Parallel dazu arbeitete er als freier Mitarbeiter für den Jugendfunk des Bayerischen Rundfunks und erhielt nach einem kurzen Abstecher zum Münchner Merkur eine Festanstellung beim BR. Die Moderation der Radiosendungen „Pop nach acht“ und „Thommys Radioshow“, die er zusammen mit Günther Jauch gestaltete, steigerten seinen Bekanntheitsgrad maßgeblich. 1980 holte ihn dann Frank Elstner zum deutschen Hörfunk.
Nicht nur im Radio sondern auch im Fernsehen war Thomas Gottschalk seit Mitte der 70er vertreten. Seine Musiksendung „Szene“, die später in „Pop-Stop“ umgetauft wurde, verschaffte ihm auch im Fernsehen den Durchbruch. 1977 moderierte der große Blonde die Anrufsendung Telespiele, die zunächst im Bayerischen Rundfunk zu sehen war, später ihren Sendeplatz in die das ARD-Programm wechselte. Vielen ist Thomas Gottschalk auch durch die Sendung „Na Sowas“ bekannt, die auf den Kanälen des ZDF’s von 1982 bis 1987 lief. 1985 wurde er dafür mit der Goldenen Kamera ausgezeichnet. Die Kinofilme, die Thomas Gottschalk zusammen mit Mike Krüger ab 1982 drehte, dienten eher der leichten Unterhaltung und waren keine wirklichen Kassenschlager. Dazu gehörten „Die Supernasen“, „Zwei Supernasen tanken super“ und „Zärtliche Chaoten“, um nur einige zu nennen. Thomas Gottschalks schauspielerisches Talent hielt sich daher in Grenzen und es war eher eine Hommage an seinen Bekanntheitsgrad, dass er in „Late Night“ die Rolle des erfolglosen Radiomoderatoren an der Seite von Harald Schmidt spielte.