Bärbel Schäfer – Ein weiteres Urgestein aus Deutschlands Nachmittags-Talkshows

 

Was haben wir mit ihr gelacht. Bärbel Schäfer, die mit ihrer gleichnamigen Talkshow auf RTL über Jahre hinweg einen sicheren Sendeplatz hatte, war besonders durch ihre offene Art und ihre unverblümte Meinung, mit der sie ihren Gästen gelegentlich vor den Kopf stieß, bei den meisten Fernsehzuschauern besonders beliebt. Als Dauerfreundin und spätere Ehegattin des Skandalmoderatoren Michel Friedmann, der im Zusammenhang mit Prostitution für einen waschechten Kokainskandal sorgte, hatte es Bärbel Schäfer in den Medien nicht immer leicht. Doch die erfolgreiche Moderatorin, die bei ihrer eigenen Produktionsfirma Couch Potatoes fest im Chefsessel sitzt, ist ein Aufstehmännchen und hat schon mehrere Schicksalsschläge in ihrem Leben bewältigt. So auch den Tod ihres Freundes Kay Degenhard, der 1998, bei einem Unfall auf der A24 verstarb.

Die Vita der Bärbel Schäfer vermittelt Zielstrebigkeit und Karrierebewusstsein. Nach dem Abitur begann sie 1984 erst einmal eine dreijährige Ausbildung zur Hotelkauffrau. Doch diese Branche schien für Bärbel Schäfer nicht geeignet. Ihre Vorliebe für das Fernsehen entdeckte sie daher Anfang der 90er Jahre während eines Praktikum beim WDR. Der Sender erkannte ihr Moderationstalent und engagierte sie für verschiedene Sendungen. 1995 wechselte Bärbel dann zum Privatsender RTL. Fortan moderierte sie bis 2002 insgesamt 1500 Sendungen zu den verschiedensten sozialgesellschaftlichen Themen der Nachmittagsunterhaltung. Bärbel führte Vaterschaftstests durch, ermittelte in Lügentests die Wahrheit, versöhnte Paare und rief auch teilweise Gäste energisch zur Ordnung.

Bei der RTL-Show „Ihr seid wohl wahnsinnig“ bewies Bärbel Schäfer als Moderatorin wahren Mut. In der Show, in der sowohl die Moderatoren als auch die Kandidaten diverse Mutproben bestehen mussten, stürzte sie sich in einem Auto ganze 25 Meter in die Tiefe.

Der Skandal um Michel Friedman überlebte die Beziehung zu Bärbel Schäfer. Seit 2004 sind die beiden nun verheiratet. Sie gaben sich am 16.Juli vor dem Standesamt in Frankfurt/Main das Ja-Wort. Die Trauung fand im engsten Familien- und Freundeskreis statt und wurde am 10.September 2004 in der Park East Synagoge nach jüdischem Brauch wiederholt. Bärbel konvertierte zwischenzeitlich in den Glauben ihres Mannes. 2005 wurde sie dann zum ersten Mal Mutter. Am 17.Januar 2005 wurde ihr gemeinsamer Sohn Samuel Friedman geboren.

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