Gina Wild – Von der Kinderkrankenschwester zum Pornostar

 

Michaela Schaffrath, die unter ihrem Künstlernamen Gina Wild zur deutschen Pornoqueen Ende der 1990er Jahre aufstieg, wurde vor allem durch die Reihe „Jetzt wird es schmutzig“ bekannt. Für ihre pornografischen Darstellungen bekam sie 1999 als beste weibliche Newcomerin und 2000 als beste Darstellerin den Venus Award verliehen, sozusagen den „Oscar“ der Pornobranche.

Sie wird 1970 in Eschweiler geboren. Aufgewachsen ist Michaela allerdings in Aachen. Nach dem Realschulabschluss lässt sie sich zur Krankenschwester ausbilden und arbeitet ganze zehn Jahre in diesem Beruf. Ihr Debüt in der Erotik-Welt feiert die vollbusige Blondine auf dem Titelbild des Kontaktmagazins „Happy Weekend“. Aus dieser Zeit stammt auch ihr erster Amateur-Sexfilm. Wenig später wird sie vom Pornoregisseur Harry S.Morgan entdeckt. Er ist es auch, dem sie ihren Künstlernamen „Gina Wild“ zu verdanken hat. Er überredet sie, ihren Job als Kinderkrankenschwester aufzugeben und ins Profilager der Pornodarsteller zu wechseln. Bald darauf dreht sie ihren ersten kommerziellen Porno.

Bereits seit 1989 ist Gina Wild mit ihrem Mann Axel verheiratet. Gemeinsam entdeckt das Paar seine Vorliebe für Pornofilme und die Swingerszene. Da Gina sowohl auf Sex mit Frauen als auch mit mehreren Partner steht, findet sie vollen Spaß daran und beteuert stets, dass die Orgasmen in ihren Filmen immer echt waren.

Dennoch, in Swingerclubs geht die freizügige Frau heute nicht mehr. Das sei laut eigenen Angaben mit ihrem neuen Image als „Medien-Promi“ nicht mehr zu vereinbaren. Denn im Jahre 2000 beendet sie ihre Porno-Karriere vor laufender Kamera. Michaela startet den Versuch, ins seriöse Filmgewerbe überzuwechseln. Auftritte im „Tatort“ und einigen RTL-Serien folgen. 2001 veröffentlicht sie ihre Autobiografie „Ich, Gina Wild“, die sich mit ihrem Leben als Pornodarstellerin befasst. Im Februar 2005 wird bekannt, dass Michaela und ihr Ehemann Axel sich scheiden lassen wollen, er aber ihr Manager bleibt. Bis heute verbindet die beiden ein freundschaftliches Verhältnis.

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