Nena – Die deutsche Popikone aus den 1980er Jahren

 

Wer kennt sie nicht, Nena, deren großer Hit „99 Luftballons“ 1984 rund um die Welt ging und von diversen nationalen und internationalen Bands gecovert wurde. Zwar verkaufte Nena in den 1980ern die meisten Platten, ist aber bis heute eine erfolgreiche nationale Popsängerin und immer noch über die Grenzen hinaus bekannt. Doch wer ist das ewig jugendliche Energiebündel, dem die Zeit nichts anhaben kann?

Nena, die eigentlich Gabriele Susanne Kerner heißt, wird am 24.März 1960 in Hagen geboren. Ihren Kose- bzw. später auch Künstlernamen erhält sie bereits im Alter von drei Jahren, als während eines Urlaubs in Spanien sie die Leute einfach nur „nena“, was auf katalanisch Mädchen heißt riefen. Der Name bürgerte sich in der Familie ein und so wurde aus Gabriele Nena. Insgesamt hat Nena vier weitere Geschwister. Ihre Jugend verbrachte sie in ihrer Geburtsstadt Hagen, brach die Schule allerdings nach der elften Klasse ab. Als sie 1977 in einer Hagener Diskothek den Gitarristen Rainer Kitzmann kennen lernt, wird sie die neue Sängerin seiner Band The Stripes. Zwar erfolgen 1978 erste Liveauftritte, die Band trennt sich aber schnell wieder.

Zusammen mit ihrem damaligen Freund Rolf Brendel geht Nena nach West-Berlin. In der Metropole ist die „Neue Deutsche Welle“ bereits kurz vor dem überschwappen und zusammen mit dem Keyboarder Uwe Fahrenkrog-Petersen, Jürgen Dehmel (Bass) und Carlo Krages (Gitarre) gründen sie die Band Nena. Der Fotograf Jim Rakete ist es, der Nena den Weg ins Musikbusiness ein wenig ebnet und so erscheint 1982 Nena’s erste Single „Nur geträumt“. Nach einem Fernsehauftritt im Musikladen steht die Welt erst mal Kopf und Nena avanciert binnen kurzer Zeit zu einer der gefragtesten Vertreterinnen der NDW-Bewegung. Auch die zweite Single „99 Luftballons“ wurde ein weltweiter Erfolg, der alle bisherigen Rekorde deutscher Künstler im Ausland bricht. 1987, nach Welttourneen und zwei erfolgreichen Alben trennt sich die Band und auch die Beziehung zu ihrem Drummer gilt als beendet.

 

Während der Dreharbeiten zu dem Film „Der Unsichtbare“ lernt Nena 1987 den Schauspieler Benedict Freitag kennen. Zusammen mit ihm bekommt sie drei Kinder, wobei ihr Sohn Christopher-Daniel bereits im Alter von elf Monaten wieder stirbt. 1992 trennt sich Nena von Benedict. 1995 und 1997 wird Nena dann noch einmal Mutter. Aus der Beziehung mit dem Stuttgarter Musikproduzenten und Schlagzeuger Philipp Palm entstehen ihre beiden Letztgeborenen, die Söhne Samuel Vincent Madou (1995) und Simeon Joel (1997).

1989 startet Nena ihre Solokarriere. Mit Titeln wie „Wunder gesche’n“ und „Du bist überall“ kann sie allerdings ihre alten Fans nicht mobilisieren und auch die Veröffentlichung ihrer Alben für Kinder zeigen eine völlig andere Nena, als die, die man in den 1980ern so schätzte. Erst 2002, als Nena zusammen mit ihrem ehemaligen Komponisten und Keyboarder alte Songs im Remixverfahren wieder zum Leben erweckte, stiegen die Verkaufszahlen explosionsartig an.

2005 meldet sich Nena dann mit der Single „Liebe ist“ zurück. Das Stück wird ein voller Erfolg und auch das im März 2005 erscheinende Album „Willst Du mit mir gehen“ kann sich in den deutschen Albumcharts bis auf Platz zwei gegen die internationale Konkurrenz durchkämpfen. Im November 2005 startete dann auch eine neue Tournee und Nena spielte zum ersten Mal wieder vor ausverkauften Hallen.

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